Idylle am Strand
Eine warme Woge schwemmt ans Ufer
(Texte für das schlaraffische Spiel siehe "Fechsungen aus einer Diaspora") Überwiegend lyrische Texte, für die der Blogger das Copyright besitzt. Für einige dieser Texte existiert auch eine Hörversion.
Eine warme Woge schwemmt ans Ufer
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Schwarzbeere
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18:21
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Ob die lächelnden Züge der gierige Bock,
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Schwarzbeere
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18:58
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Labels: Heiter Harmlos Boshaft
Ich bin nur eine Nebenwirkung,
ein by-product, wie die Anglisten sagen,
aus jener Lust, die in den frühen Tagen
zwei Menschen ineinander steckte.
Dass dann aus der Verkoppelung
sich unerwartet meine Zellen formten,
die sich vermehrten nach genormten
Prinzipien? Das hat mein Ich geboren.
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Schwarzbeere
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18:36
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Labels: Heiter Harmlos Boshaft
Denn allen Raum durchdringt die Dummheit,
die aus den Poren träufelt, uns umschlingt
wie Sumpfgewächs, erstickend Licht und Glut.
Wie wenig braucht es, um die Brut zu sengen,
die sich aufs Leben schimmelgleich gelegt?
Schon immer gab es Mord und Brand und Seuche.
Die Jugend ist die Seuche, die auf alles,
was je der Mensch durch Arbeit sich erkämpft,
nun ihre freche Hand im Frevel legt.
Die Jugend, die zum eitlen Wahn der Alten,
der sich in vager Möglichkeit erschöpft,
die Tatkraft ihrer jungen Jahre fügt.
Was vordem harmlos nur seniler Geifer,
durchtrennt als Richtschwert dann der Welt den Nacken,
die mit ins Sterben alles Leben reißt.
Wenn man wollt fragen, wessen war die Schuld
und wer nur Diener eines fremden Geistes,
so schweigt das Sein, der Stimme längst beraubt.
Es schweigen die Ruinen und Kadaver,
Nur Wind bewegt bisweilen dürre Halme,
doch niemand lauscht mehr ihres Raschelns Klage.
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Schwarzbeere
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11:15
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Labels: Halluzinationen und Albträume
Wenn die Nacht um mich knackst
oder summt und der Tinnitus pfeift,
halt ich die Lider geschlossen
und steige ins Träumen.
Pfeif nicht so laut!
Das Pochen hinter dem Brustbein:
Bumh, brrrumpum, brubbrubbrub!
Sollte zur anderen Seite mich drehen.
Wie ich schnaufe.
Hinter einem Wagen,
einem winzigen mit lachenden Spöttern,
laufe ich her,
keuche und springe.
Sprünge,
die sich von den Sohlen
ablösen.
Höher,
aber ich stoße schon an,
denn der unendliche
gewölbte Himmel
ist so tief.
Mit meinen blutigen Nägeln
kratz ich den Kalk
aus seinen Fugen,
suche seine Türe,
die Luke, ein Fenster
einzudringen
hinter diese Himmelswand,
unter der ich sticke,
ersticke ,
ersticke..
bis der Tinnitus
die Pause läutet
und die Nacht wieder um mich knackst.
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Schwarzbeere
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11:19
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