Schattenspiel
Können Schatten brennen?
(Texte für das schlaraffische Spiel siehe "Fechsungen aus einer Diaspora") Überwiegend lyrische Texte, für die der Blogger das Copyright besitzt. Für einige dieser Texte existiert auch eine Hörversion.
Können Schatten brennen?
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Schwarzbeere
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19:28
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Schüttle nur deinen bedeutenden Kopf,
wenn das, was ich dir im Vertrauen zu flüstern gewagt,
nicht deiner Erwartung entspricht.
Hebe die schwere Hand,
den Daumen drehe nach unten,
dass die Hyänen gleich mich beheulen.
Wie sie stürzen auf mich
und den Flaum meiner Lippe beriechen,
den Spargelgeruch und der Achselhöhlen Katarrh.
Wie soll ich die Zeichen dir deuten,
da meinen pochenden Brustkorb die Trunkenheit weitet,
wie heißer Honig Gesang auf meinen Scheitel tropft.
Freilich bleibt mir die Mutter, die sanfte,
die mit dem Schürzenzipfel der Druiden magische Zeichen
von der Schicksalstafel abwischt.
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Schwarzbeere
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17:19
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Labels: Halluzinationen und Albträume
Adieu, du Frühling!
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Schwarzbeere
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14:58
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Da deinen Namen meine Lippe trug,
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Schwarzbeere
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08:38
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Labels: Besinnung
der mit den Jahren schon geschrumpft und leicht verzogen,
und auch in seiner Haltung ziemlich untertan:
er spielte , was man ihm befahl und überdies ,
wenn eine leicht beschwipste Schöne ihm ein Glas
auf sein Piano stellte und ein Lächeln schenkte,
mit schweren Augenlidern in die Leere starrend,
Akkorde aus dem Vaterland von Smetana,
voll süßer Traurigkeit der fernen Moldauwellen.
Die Bar von nebenan war wie ein Ausgedinge
an das Casino angehängt, wo jede Nacht
die Reichen und die anderen ihrem Spieltrieb frönten,
sich um die Tische drängten, wo die Kugel rollte.
Sich selbst belügend, jagend nach Gewinn und Glück,
bis ihnen beide von der Kugel abgenommen
und sie ins Nebenan, die kleine Bar, sich schleppten,
wo freundlich sie das Moldauwellenklimpern grüßte.
Der Pianist, als er noch jung war und verwegen,
da zeigte er den Fräuleins seine schwarzen Locken
und ließ als Künstler sich bewundern am Klavier,
wenn er den Schmachtenden voll Schmalz die Moldau spielte.
Dann aber kam die Ehe und ein kleines Glück,
das viel zu schnell zerbrach. Die Locken wurden schütter,
aus dem Hotelpalast ins Nebenan, die Bar,
wo jeden Abend mehrmals er die Moldau spielte.
So auch in der Silvesternacht, wo ein Kassier
das ganze Geld des Sparvereins zuerst verspielte,
ins Nebenan dann ging, wo unser Pianist
gerade wieder seine Moldau sprudeln ließ.
Warum jedoch der Mann zuerst den Pianisten
und dann sich selbst, was leichter man verstehen könnte,
mit zwei Pistolenschüssen wortlos ausgelöscht,
weiß niemand näher und kann nur vermutet werden.
Ins Nebenan kam bald ein neuer Pianist
und mit ihm kam die Blaue Donau in die Bar.
Vorbei das Moldauklimpern, doch wie man so sagt,
es war zwar nicht sehr gut, doch kommt nichts Besseres nach!
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Schwarzbeere
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13:43
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